[Rezension + Gewinnspiel] Finian Blue Summers


Finian Blue Summers
(Quelle: © Emma C. Moore)


Emma C. Moore
ERSCHIENEN AM 26. August 2016
284 SEITEN, EBOOK
ISBN:
€ 8,99 [D] Taschenbuch

€ 2,99 [D] eBook

€ 15,99 [D] Hardcover 




Klappentext

Die neunzehnjährige Rayne hat Wünsche. Ganz normale Wünsche für ein ganz normales Mädchen. Sie will einmal ihre Haare lila färben, unter dem Sternenhimmel einschlafen oder sich ein Schmetterlingstattoo stechen lassen. Heimlich sammelt sie diese Wünsche in einem Wunschglas. Aber Rayne ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Star. Mit ihrem Geigenspiel begeistert sie ein Millionenpublikum, doch der Erfolg hat seinen Preis: Ihr dominanter Vater bestimmt über jedes Detail ihres Lebens.

Als der Druck für Rayne zu groß wird, flüchtet sie sich in Schweigen und landet in einer Nobelklinik. Der Medizinstudent Finian ist von dem sprachlosen Mädchen sofort fasziniert. Er schmuggelt ihr süßen Tee ins Zimmer und heftet gelbe Post Its an die Fenster. Mit ihm wagt Rayne nicht nur eine Reise ins sommerliche Tennessee, sondern auch den Aufbruch in ein neues Leben.
Ein Buch über die Liebe, das Leben, unmögliche Wünsche, das Schicksal und Blaubeermarmelade.


Meine Meinung

Rayne spricht nicht. Gar nicht. Mit niemandem. Warum das so ist? Das weiß nur sie selbst, und sie hofft, dass auch ihre Eltern schnell dahinter kommen und ihr Verhalten Rayne gegenüber verändern. Doch das passiert nicht. Stattdessen schieben sie Rayne ab und bringen sie in eine Nobelklinik, die ihre "Störung" beheben und sie wieder fit für die Bühne machen soll. Doch da haben sie nicht mit Raynes Entschlossenheit gerechnet.

Als Finian das erste Mal auf Rayne trifft, versucht er sie aufzumuntern und sie irgendwie dazu zu bewegen, dass sie wieder spricht. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, gleich vom ersten Augenblick an und doch ist da etwas in ihm, dass ihn abhält, sich ihr zu nähern. Doch auch er hat nicht mit Raynes Durchsetzungsvermögen und ihrem Willen gerechnet.

Als ich mit der Geschichte begann, dachte ich, es ginge nur darum, dass Finian Rayne aus ihrer Lethargie herausholen soll. Doch mit jeder Seite war da etwas anderes. Etwas, dass mich hoffen ließ, dass da mehr ist.
Rayne ist eine berühmte Geigenspielerin, die ein von ihren Eltern durchgeplantes Leben lebt. Von einem Auftritt zum nächsten, eine Bühne folgt der vorherigen. Doch irgendwann ist da diese eine Sache, die Rayne aus ihrem zuvor so penibel durchgeplanten Leben wirft, und sie endlich aufwacht und bemerkt, dass alles, was ihre Eltern von ihr verlangten plötzlich bedeutungslos ist. Plötzlich liegen ihre Prioritäten woanders. Nämlich bei ihr selbst. Doch ihre Eltern sehen es nicht - sie sehen nur, dass Rayne nicht mehr auftreten, nicht mehr der Welt ihre Künste zur Schau stellen kann.

Finian ist fasziniert von Rayne. Er kennt ihren Hintergrund nicht, hat zunächst nur die Anweisung, sich um sie zu kümmern. Und er ist fest entschlossen, das stumme Mädchen wieder zum Reden zu bringen! Und dafür bricht er sogar Regeln...

Der Schreibstil gefällt mir so gut! Es ist unglaublich, wie flüssig alles geschrieben ist und wie schnell man am Ende ist. Viel zu schnell! Und doch ist es genau das Ende, dass mich einerseits mit einem weinenden, andererseits mit einem lachenden Auge zurücklässt. Dieses Ende ist alles und nichts! Rayne und Finian sind zwei so tiefgründige Charaktere mit einem so ausgefeilten und weiten Hintergrund, dass ich hetzt, am Ende des Buches das Gefühl habe beide zu kennen.


Fazit

Dieses Buch war mehr als nur eine Geschichte für nebenbei. Jetzt noch, drei Tage nachdem ich es ausgelesen habe, sind mir Finian und Rayne im Kopf geblieben. Ich kann diese Geschichte jedem ans Herz legen - jedem. Denn es kommt alles darin vor: Herzschmerz, Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt, Verrat, Treue. Es ist nicht nur für Jugendliche, auch Erwachsene werden viel Freude an der Geschichte haben.

★★★★★

Danke an Marah Woolf, dass ich dieses Buch vorab lesen durfte.


Ihr könnt etwas gewinnen!

Im Zuge der Veröffentlichung könnt ihr bei mir etwas gewinnen:
Eine Hardcover-Ausgabe von "Finian Blue Summers"

Beantwortet dazu einfach folgende Frage bis zum 03.09.2016: 

Würdet ihr euer Leben von euren Eltern bestimmen lassen? 
(In Bezug auf Ausbildung und Karriere)

Schickt mir eure Antwort per Email (jennysbuecherwelt@gmx.de) oder hinterlasst hier einen Kommentar. Der Gewinner wird per Email benachrichtigt. Teilnehmer nur aus Deutschland und Österreich, keine Teilnahme unter 18 Jahren, es sei denn eure Eltern sind damit einverstanden. 

Viel Glück!!

Kommentare:

  1. Guten Morgen Jenny,

    eine sehr schöne Rezension ♥
    Ich finde das Cover und den Klappentext schon sehr ansprechend, weshalb ich mein Glück gern versuchen möchte. Deine Rezension hat mich zudem noch neugieriger gemacht :D

    Deine Frage ist recht schwierig... Sofort würde ich nein sagen, aber ich glaube das ist leichter gesagt als getan.

    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Hallo Jenny!

    Vielen Dank als erstes für diese schöne Rezension!

    Die Antwort auf deine Frage ist gar nicht so einfach! Nachdem ich darüber nachgedacht habe, denke ich, es würde drauf ankommen wie das bisherige Leben gelaufen ist. Wenn man jemand mit eigenen Kopf ist, dann nein. Aber wenn man sich öfter etwas vorschreiben lässt? Dann vermutlich schon.

    Von mir aus würde ich aber jetzt spontan nein sagen!

    LG
    Liza

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  3. Hallo Jenny,

    Hast du toll geschrieben.

    Ich glaube das kommt mit auf die Begründung an. So war der Wunsch meiner Eltern, das wir erst eine 'vernünftige' Ausbildung machen sollen, hätten wir den Wunsch auf eine künstlerische Ausrichtung.

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  4. Hallo!
    Danke für die schöne Rezi :)
    Deine Frage (und vorallem die Antworten) finde ich sehr interessant!
    Als Nesthäkchen und Nachzügler hatte ich zuhause viele Freiheiten und konnte sehr frei über mein Leben bestimmen... Im Nachhinein fände ich es gut, hätten sich meine Eltern in Dinge wie meine Berufswahl bzw. den Weg dorthin mehr eingebracht. Damals hätte ich das natürlich schrecklich gefunden...
    Ich denke hier kommt es auf ein gutes Miteinander an, das richtige Mittel zu finden zwischen Laissez-Fair und Fremdbestimmung...
    Liebe Grüße,
    Yvonne

    yvoli(at)gmx.net

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  5. Huhu,

    Ich würde niemals den Wünschen meiner Eltern nachgehen im Bezug auf Ausbildung. Ich muss selbst entscheiden, was ich in meinem Leben erreichen möchte und lernen will. Ich muss den Beruf ja später auch ausüben und würde mir nicht die Zukunft verbauen, wenn das nichts für mich ist.

    LG
    Linnea

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  6. Hallo Jenny,
    hast du sehr schön geschrieben. Zu deiner Frage: Ich denke dass Eltern ein geweisses Mitspracherecht haben, vor allem wenn sie finanziell für einen aufkommen.. Natürlich ist es wichtig sich auch ausprobieren zu können und seinen Wünschen nachgehen zu können. Ich selbst habe etwas gebraucht bis ich den Beruf gefunden habe der mir gefällt. Meine Eltern haben nich stets unterstützt aber auch ihre Sorgen kundgetan und Bedenken geäußert.. Aber komplett von den Eltern alles bestimmen lassen ist glaube ich etwas zu viel..

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  8. Wow das cover und der klapptext sind sowas von toll da muss man sein Glück versuchen Dankeschön

    Ich würde nicht mein komplettes leben bestimmen lassen ich würde mir ratschläge anhören aber entscheiden würde nur ich
    Lg natascha

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  9. Stephanie Scholz27. August 2016 um 12:22

    Ich bedanke mich erstmal für die Chance das Buch zu gewinnen.

    Puh die Frage ist wirklich schwer. Ich bin nur bei meiner Mutter aufgewachsen und sie hat mich wenn ich zurück denke immer machen lassen.
    Ich denke das war auch gut so. Ich bin zufrieden was ich erreicht habe. Muss aber auch ehrlicherweise zugeben, dass ich schon drüber nachgedacht habe was gewesen wäre, wenn meine Mutter etwas mehr Durchsetzungsvermögen gehabt hätte . Damals sollte ich z.B. aufs Gymnasium gehen, ich wollte aber zur Realschule weil viele meiner Freunde da waren. Mama hat mich gelassen. Doch so manches mal habe ich drüber nachgedacht wie wäre es mit Abitur u folgenden Studium wohl gewesen.
    Es ist keine leichte Frage und ich könnte noch viel mehr schreiben. Das tue ich euch aber nicht an ☺
    Schönes Wochenende zusammen.

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    1. Liebe Stephanie, falls du das hier liest:
      Sende mir doch bitte deine Emailadresse zu, für den Fall, dass du gewinnen solltest! :) DAnke

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  10. Hallo,
    oh da bin ich aber sehr neugierig gemacht wurden auf das Buch. :)

    Nein, ich gehe meinen eigenen Weg und lasse mir nicht reinreden. Dazu sei aber gesagt, dass mir Mamas Meinung dennoch sehr wichtig ist und ihc sie oft um Rat und Hilfe frage.
    Wenn sie irgendwo Bedenken hat, dann nehme ich das ernst. Ich habe also Glück, dass sie mich immer in meinen Entscheidungen unterstützt und mir eine gute Vertrauensperson ist.

    Alles Liebe
    Sophie

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  11. Schwer... Ich kann mich wirklich glücklich schätzen und habe ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern. Meine Mama ist meine beste Freundin. Klar würde ich auf das hören was sie sagt und die "Eltern-Generation" hat in vielen Belangen auch schon mehr Erfahrungswerte als man selbst... Aber mir mein Leben bestimmen lassen von ihnen? Nee.... Das würden sie nie tun und wenn würde ich es niemals zulassen. Beraten ja, bestimmen nein.

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  12. Hallo Jenny,
    das ist eine gute Frage. Spontan hätte ich nein gesagt, aber bei genauerem Überlegen war das bis zu einem gewissen Grad tatsächlich so. Meinen ursprünglichen Berufswunsch konnte ich damals nicht erlernen, weil es zu der Zeit in der Nähe unseres Wohnortes keine Ausbildungsstätte gab und ich dafür in ein Internat gemußt hätte. Das haben (konnten) meine Eltern damals nicht ermöglichen. Aber den Beruf, den ich dann erlernt habe, habe ich mir schon selbst ausgesucht.

    Du schreibst Teilnehmen dürfen nur Leute aus Deutschland und Österreich. Ich komme aus Luxemburg, hätte aber eine Postanschrift in Deutschland, falls ich gewinnen würde. Ich hoffe, damit darf ich auch mitmachen?

    Liebe Grüße
    Beate

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  13. Das würde ich nicht. Jedes Kind sollte auch das erlernen dürfen, was es möchte, nicht was die Eltern wollen.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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