[Rezension] - Ödland - Erstes Buch: Im Keller

Ödland
Erstes Buch: Im Keller
(Quelle: ©Lucid Dreams; Christoph Zachariae)

Christoph Zachariae
ERSCHIENEN AM 16. DEZEMBER 2013

240 SEITEN, EBOOK
ISBN: B009MP439S

€  3,99 [D] eBook

Der Autor

Lucid Dreams


Klappentext

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.

Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.

Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.


Meine Meinung

"Dieses Buch beschreibt eine Zukunft, die unserer Gegenwart näher ist, als uns recht sein kann. Eine Zukunft, von der wir alle wissen, dass sie so kommen wird und die wir dennoch nicht verhindern werden. Es fehlt an Willenskraft, an Interesse und an Durchsetzungsvermögen ..." (Kapitel 0 - Das Jahr 0)

Es ist schon einige Zeit her, dass ich Ödland (Erstes Buch) gelesen habe. Aber um die Zeit bis zum Erscheinen von Band 4 zu überbrücken habe ich es Rereaded! *yeah*

Vierzig Jahre sind seit dem Zerfall der Zivilisation und allem, was wir kennen vergangen. Die Mensch, die überlebt haben, leben in kleinen Gruppen zusammen und kämpfen jeden Tag ums nackte Überleben. Die Gruppe, die im Keller unter einer alten Universität lebt, kann sich glücklich schätzen, denn sie haben fast alles, was zum Überleben notwendig ist. Unter ihnen lebt auch Mega, die als kleines Mädchen plötzlich vor der Türe des Kellers auftauchte und von den Bewohnern gerettet wurde. Mega kann sich an die Zeit vor dem Keller nicht mehr erinnern und doch zeigt ihr die Stern-Tattoowierung auf ihrer Wange täglich, dass es ein Leben davor gab. An ein Leben außerhalb der sicheren Festung ist nicht zu denken und doch bekommt Mega die Chance, die Welt außerhalb zu erkunden. 
Als der Ionentauscher, der für die Wasserversorgung notwendig ist, droht, kaputt zu gehen, muss Mega hinaus in die gefährliche, zerstörte Welt und einen neuen besorgen. Das Einzige, was sie weiß: Irgendwo im Osten gibt es eine Siedlung, die die benötigten Material womöglich besitzt. 

Auf der anderen Seite haben wir Hagen, der mit seiner kleinen Soldatentruppe an der Erdoberfläche täglich ums Überleben kämpft. Anders als bei Mega merkt man Hagen an, dass er selbst seiner Truppe nicht vertraut und täglich einen Hinterhalt vermutet. Mit Grausamkeit und Härte ziehen sie durch das Ödland auf der Suche nach allem: Essen, Waffen, Überlebenden, einer Zuflucht. 

Für den Leser ist klar: Irgendwann im Laufe der Geschichte werden sich Mega und Hagen über den Weg laufen, doch ob diese Begegnung gut ausgeht, weiß man nicht. Man kann darüber nur Vermutungen anstellen. 

Als ich das erste Buch entdeckte, dachte ich noch: Ach, wieder so eine Endzeit-Geschichte. Mal sehen, vielleicht ist sie ganz gut. Was ich nicht erwartet habe: Sie ist besser, als jede Dystopie, die ich jemals gelesen habe. Die Orte, die Charaktere, einfach alles ist mit einer so erstaunlichen Tiefe geschrieben, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt, man wäre hautnah dabei. Es ist düster, schmutzig und so spannend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann, ehe man die letzte Seite gelesen hat. Jetzt werde ich mich dem Reread des zweiten und dritten Bandes widmen, nicht sofort, aber bald. Schließlich will ich nichts vergessen haben, wenn Band 4 erscheint! 


Fazit

Im Keller ist der Auftakt einer düsteren Endzeit Reihe, die ich jedem Dystopie-Fan ans Herz legen mag! Jedoch ist die Geschichte nichts für Zartbesaitete, soviel lasst euch gesagt sein! 

★★★★★


1 Kommentar:

  1. Diese dystopische Reihe kenne ich noch gar nicht. Hört sich gut an, kommt gleich auf meine WuLi :)

    Nenatie veranstaltet am Samstag unsere erste Lesenacht für unsere Team Vampire Gruppe :) Falls du Zeit und Lust hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du mitmachst :)
    Zur Anmeldung geht es hier: http://nenatie.blogspot.de/2016/01/lesenacht-ankundigung-vampirlesenacht.html#.Vp0nUKvcupo

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Lesewochenende!

    LG Katharina

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