[Rezension] Der Winter erwacht

Der Winter erwacht
(Quelle: © Bastei Lübbe)

C. L. Wilson (Autorin)
Anita Nirschl (Übersetzerin)

ORIGINALTITEL: The Winter King (Teil 1)
ERSCHIENEN 16. JUlI 2015

381 SEITEN, EBOOK
ISBN: 978-3-404-20800-5
€  9,99 [D] eBook

Bastei Lübbe 

Die Autorin


Klappentext

Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird ...


Meine Meinung

Chamsin hat es nicht leicht. Sie ist eine der vier Sommerprinzessinen und doch ist ihr Leben gezeichnet von Leid und Ausgrenzung. Einzig ihre Amme steht ihr bei und von ihren Schwestern erhält sie liebevolle Blicke. Doch ihr Vater verachtet und hasst sie abgrundtief. So abgrundtief, dass er sie dem Winterkönig Wynter Atrialan zur Frau reicht. Damit ist Cham gar nicht einverstanden und doch bietet sich ihr so die Chance, endlich die Fesseln ihres Lebens in Sommer-Königreich abzulegen und die Welt zu entdecken. Doch worauf lässt sie sich ein? Was ist Wynter für ein Mann?

Cham ist eine geborene Sommerprinzessin und doch wird sie nicht so behandelt. Keine rauschenden Feste, an denen sie teilnimmt, keine liebevollen Gesten durch ihre Familie. Nein, Chamsin ist eine Ausgestoßene. Doch sie nimmt es hin, denn was bleibt ihr auch anderes übrig? Ihre Schwestern Frühling, Sommer und Herbst zeigen ihr zwar, dass sie sie mögen, aber wirklich für ihre Schwester einstehen wollen sie nicht. Chamsin, die aufgrund ihrer Sommerland-Gabe auch Sturm genannt wird, ist impulsiv, leicht reizbar und zerstörerisch. Ihre Macht entfaltet sich ungebremst und lässt den Wind zu gefährlicherem anschwillen, als einer sanften Brise. Dann tritt Wynter in ihr Leben. Der Winterland-Prinz schafft es auf den ersten Blick, Chamsin in seinen Bann zu ziehen und merkt dabei nicht, dass dieses Mädchen sein Leben verändern wird. 

Die Welt rund um den Sommer und den Winter ist wunderbar beschrieben. Im Sommerland, wo die Bäume blühen, es nach Rosen und frischen Kräutern durftet. Winter, mit seinen schneebedeckten Bergen und Tälern, wo die Kinder mit den Wölfen laufen. Man mag als Leser gerne beide Welten entdecken und ist gespannt, als die Geschichte ihren Schwerpunkt endlich nach Winter verlagert. Die Idee, die Königsfamilien mit Gaben auszustatten, die ihrem Land helfen finde ich auch gut umgesetzt. Was das Cover angeht, so kann ich nur sagen: WOW. Hält man beide, also das des zweiten Teiles neben den ersten, so ergibt sich ein Gesicht, gespalten durch die Jahreszeiten. 
 

Fazit

Man hat mit Chamsin gelitten und geweint, sich mit ihr gefreut und Eifersüchte geteilt. Wynter konnte man erst nach und nach hinter die finstere Fassade blicken und man bemerkt, dass es dort mehr gibt, als Eiseskälte. Ich habe das Buch drei mal angefangen und wieder weggelegt, weil die ersten Seiten wirklich nicht so spannend und fesselnd waren, wie man es als Leser von ersten Seiten erwartet. Und doch habe ich mich gestern Abend aufgerafft und einfach die ersten vier, fünf Seiten übersprungen. Das hätte ich beim ersten Mal schon tun sollen, denn die Geschichte nimmt rasch an Fahrt auf und man kommt nicht mehr davon los. Für jeden der einer Elfengeschichte ohne Elfen eine Chance geben mag, ist Der Winter erwacht genau das richtige, denn die Umgebung, die Nähe zu der Natur und den Tieren erinnert doch stark an Elfen. 

★★★★

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