[Rezension] - Das Erbe der Götter

 © Julia Hinzen
Das Erbe der Götter
Band 1
(Quelle: © Julia Hintzen)

Julia Hintzen
ERSCHIENEN Oktober 2014

292 SEITEN, EBOOK
ISBN: B00OZSER48
€  1,49 [D] eBook

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Die Autorin


Klappentext

Woher kommen eigentlich die Geschichten über antike Götter und deren Helden? Was, wenn diese Geschichten wahr sind?
Diesen Fragen muss sich die junge Ayla stellen, nachdem sie an eine neue Schule wechselt.
Als Aylas Großmutter stirbt und ihre Mutter zu einer Ausgrabung aufbricht, wechselt sie an ein elitäres Internat um dort ihr Abschlussjahr zu verbringen. Sie findet zwar schnell Anschluss und freundet sich mit ihren Mitbewohnerinnen an, aber da sind da noch die Zwillinge Damien und Phil, die ihr irgendwie unheimlich sind – besonders der gutaussehende Damien, mit den traurigen Augen. Dieser scheint sie ständig zu beobachten und sogar zu verfolgen.
Als Ayla dann auch noch von Visionen und seltsamen Träumen über eine Amazonenkriegerin geplagt wird, scheint Damiens dunkles Geheimnis die Antworten auf Aylas Fragen zu bergen.
Bald schon sieht sich Ayla nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit einem Feind der jeden bedroht, der ihr wichtig ist.
Gefangen in einem Strudel aus unglaublichen Erkenntnissen und verwirrenden Gefühlen, muss Ayla die Kraft finden, sich dem Feind zu stellen, der so unendlich stärker als sie zu sein scheint.


Meine Meinung

Als Aylas Großmutter stirbt und ihre Mutter aufgrund ihrer Arbeit wieder auf Reisen gehen muss, kommt Aylas aufs Internat. Es ist kein einfaches Internat, nein. Dort sind die Reichen Kids von Amerikas Schikaria zuhause. Unter ihnen auch die Zwillinge Damien und Phil.
Ayla ist genervt von Damiens Art - wie er sie beobachtet und ihr folgt. Doch das ändert sich, als Damien sich endlich aufrafft mit ihr zu Reden, statt sie anzustarren. Ayla wird hineingezogen in eine Welt aus Geheimnissen und einer Vergangenheit, von der sie nie geglaubt hat, dass sie Wirklichkeit ist. Denn Ayla ist anders!
Als sich die Ereignisse überschlagen und Ayla klar wird, dass sie etwas ändern muss, ist schon fast zu spät.
Das Buch flatterte schon öfters durch meine Empfehlungen bei Amazon, aber leider hatte ich immer dann, wenn es erschien, einige andere Bücher abzuarbeiten. Doch am letzten Wochenende war es dann endlich so weit und ich kaufte mit Band 1. Göttergeschichten interessieren und fesseln mich ebenso, wie Engelgeschichten. Daher war es nicht verwunderlich, dass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit durch hatte. 
Ayla ist für mich zunächst ziemlich einzelgängerisch, auch wenn sie ihre Freunde, Laura und
Nell hat. Im Gegensatz zu anderen Mädels in ihrem Alter steht Ayla auf Kampfsport und es macht Spaß, ihr bei ihrem Training zuzusehen. Sie ist mutig, stark und entschlossen, gleichzeitig aber auch verletzlich und in sich gekehrt, was sie zu einer außergewöhnlichen Protagonistin macht. 
Damien und Phil sind wie Gegensätze. Phil, der Frauenschwarm und Damien, der Ruhige. Doch hinter ihren Fassaden sind die beiden etwas, das Ayla für einen Mythos hielt. Je näher sie Damien kommt, desto mehr versteht man seine zunächst in sich gekehrte Art und man freut sich, als er endlich auftaut. Phil mochte ich erst nicht. Er kam zunächst falsch und verlogen rüber. Erst im Verlauf der Geschichte verstand man, wieso und weshalb und gegen Ende mochte ich ihn sogar noch lieber, als Damien. 

Die Nebencharaktere, wie beispielsweise Nell und Laura sind ebenfalls interessant. Wenn ich auch Nell ein wenig lieber hatte, als Laura.

Was das Buch zu etwas anderem macht, als die bisher von mir gelesenen "Götterbücher": Die Autorin lässt die Götter wie Menschen wirken. Sie sind nicht mit herausragenden Fähigkeiten bestückt, die sie von vorn herein zu etwas besserem machen. Sie fügen sich in das alltägliche Geschehen ein, als seinen sie schon immer ein Teil der Menschlichen Welt. Nicht über den einfachen Menschen erhaben oder arrogant, weil sie eben Götter sind! Der Hintergrund, der Mythos "Griechische Götter", ist gut recherchiert und nachvollziehbar. 
Kommen wir zu den Kritikpunkten: Die Interpunktion ist grottig. Es fehlen Komma, das/dass ist vollkommen wahllos verwendet und man muss stellenweise drei, vier mal einen Satz lesen, bis man ihn versteht. Zudem wechselt gegen Ende plötzlich die Perspektive. Das war mehr als verwirrend. SEHR Verwirrend! Außerdem sollten an einigen Stellen Absätze eingefügt werden. In einem Satz ist man bei Montag und plötzlich, ohne Absatz sind wir schon bei Donnerstag. Das unterbricht den Lesefluss erheblich.


Fazit
Trotz der Kritikpunkte kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und ich seit gestern Abend Band 2 lese. "Das Erbe der Götter" ist ein spannender Jugendroman, in dem es um Liebe, Selbstfindung und Freundschaft geht. Ich kann den Roman jedem empfehlen, der gerne über Götter und die griechische Mythologie liest. Aber auch, denjenigen, die SPlern eine Chance geben, auch wenn das Buch "rechtschreibmäßig" nicht perfekt ist.

★★★★


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