[Rezension] Hinter den Spiegeln

Hinter den Spiegeln
© Mira Taschenbuch
(Quelle: www.mira-taschenbuch.de)

Ulrike Schweikert
ERSCHIENEN AM 10.10.2014

464 SEITEN, HARDCOVER
ISBN: 978-3-95649-064-4
€ 19,99 [D] Hardcover mit SU 





Klappentext

Lieben, Lügen und Intrigen: Ulrike Schweikerts opulente Familiensaga im Schatten der untergehenden Donaumonarchie! Wien 1895. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen …


Die Geschichte

Luise von Waldenberg verliert nach einem Unfall ihr Gedächtnis und erwacht ohne eine Ahnung daran, wer sie ist, in dem Palais ihrer Eltern in Wien. Ohne ihre Zofe Dana, die ihr fortwährend berichtet, wo sie lebt, wer wer ist und wie sie sich verhalten soll, würde Luise es nicht schaffen, die einzelnen Menschen auseinander zu halten. Das Luise anders ist, als vor ihrem Unfall, wird ihr erst bewusst, als sie ihre alten Tagebücher findet. Von da an versucht sie herauszufinden, was mit dem Wiener Altadel nicht stimmt. Dabei macht sie erschreckende Entdeckungen.


Meine Meinung

Wie ihr alle wisst, bin ich ein Geschichtsfan! Ich liebe die Bücher von Philippa Gregory rund um die englische Dynastie, die Zeit der Rosenkriegen usw. Daher war ich begeistert, als Blogg dein Buch "Hinter den Spiegeln" angeboten hat. Ich habe mich direkt beworben und durfte mich hinterher zu den glücklichen Gewinnern zählen. 

Der Schreibstil ist wirklich super. Ich hatte (vielleicht weil ich ein Geschichtsfan bin!) keine Probleme mit den Titeln und Bezeichnungen der einzelnen Personen! Die Erwähnung Sissis (Kaiserin Elisabeth) und ihres Gemahls Franz hat mich sehr erfreut! :D 

Luise ist eine wirklich nette Komtess. Man mag sie von Beginn an und erlebt gemeinsam mit ihr das Wiener Hofleben. Durch ihren Gedächtnisverlust ist beginnt sie nach und nach zu hinterfragen, wieso bestimmte Dinge so gehandhabt werden, wie sie es werden. Mit der Entdeckung ihrer Tagebücher erblickt der Leser eine ganze andere Luise. Eine, die die Männer als Spielzeug betrachtet, die höher hinaus will, als ihr Stand es zulässt. Doch die Luise mit Gedächtnisverlust ist schockiert von dem Bild, dass sich ihr eröffnet. Immer häufiger schleicht sie sich aus dem Haus und begegnet dabei dem Zuckerbäcker Stephan. 

Stephan ist einem von Anfang an sympatisch. Er vergöttert Luise und weiß dennoch, dass er nie eine Chance bei ihr haben wird: Sie ist eine Komtess und er nur ein einfacher Zuckerbäcker. Dennoch gibt er die Hoffnung nicht auf und freut sich auf die gelegentlichen Treffen. Ebenso, wie sich Luise freut, doch ist sie sich der Liebe Stephans nicht so sehr bewusst. Erst Dana, ihre Zofe, macht sie darauf aufmerksam. 

Wer mit gleich zu Beginn unsympathisch war? Maximilian, Luise´s Cousin. Als Baron steht er unter Luise in der Gesellschaftlichen Ordnung und erhofft sich durch eine Heirat, die nächste Stufe zu erreichen. Ebenso wie seine Mutter und sein Vater, Luises Onkel. Doch damit kommt er nicht weit. 

Im Laufe der Geschichte ist mit noch Luises Cousine Gabriele. Zuerst war sie mir, wie ihr Bruder Max, unsympathisch. Doch sie hat sich in ihrem Verhalten und ihrem Denken nach und nach von ihrer "Immer-mehr-wollenden" Familie abgehoben. 

Während der kompletten Geschichte bekommt man einen guten Einblick in das Leben im Wien im Neunzehnten Jahrhundert. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen der Orte, an denen sich Luise aufhielt. Die Palais der verschiedenen Prinzen, Barone und Grafen waren so plastisch beschrieben, dass ich mir schnell ein gutes Bild im Kopf machen konnte. 
Wer einmal in Wien gewesen ist, entdeckt in dem Buch bestimmte "Ecken" und wird sie mit dem Bild, das man sich selbst machen konnte, prima vergleichen können!

Nicht gefallen jedoch hat mir das Ende. 
Es war viel zu schnell vorbei und ich hätte gerne gewusst, wie es mit Luise und ihrem Auserwählten weitergeht. Da ich jedoch aus zuverlässigen Quellen erfahren habe, dass es eine Fortsetzung geben wird, kann ich das Ende verkraften und freue mich schon tierisch darauf!!


Fazit

Ich bin begeistert und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Seit ich das Buch auf der Buchmesse entdeckt habe, wollte ich es lesen und mein Gefühl hat mich wieder einmal NICHT getäuscht. Wer also auf Geschichte, die nicht ganz so weit zurück liegt und daher ein wenig MEHR greifbar ist, steht, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. 
Die Intrigen, die Ulrike Schweikert gleich zu Beginn anfängt zu spinnen, ziehen sich wirklich durch die komplette Geschichte und die Spannung lässt keine Sekunde nach. *schwärm* 

Von mir gibt es, weil ich eben sooo begeistert war, ganz 4 Sterne! 

★★★★

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